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Auf ein Tennismatch mit …
…. unserer neuen Kollegin Michelle Spangenberg

Im Interview kann man die Bälle am besten hin- und herspielen: Deshalb stellen wir Veranstaltungsplanerin Michelle Spangenberg, die seit Oktober 2021 das Team des Kassel Convention Bureau verstärkt, einfach im persönlichen Gespräch vor. Schließlich ist die 28-Jährige passionierte Tennisspielerin – und gibt auch in ihren Kundengesprächen gerne treffsichere Vorlagen für erfolgreiche Events in Kassel.

Michelle, du bist jetzt seit zwei Monaten für das Kassel Convention Bureau auf dem Platz. Welches sind deine Hauptaufgaben?

Ich bin Ansprechpartnerin für Kunden, die Veranstaltungen in Kassel durchführen wollen und dazu Informationen über den MICE-Standort brauchen. Das kann man wirklich ein bisschen mit einem Tennisspiel vergleichen: Ich bekomme die Bälle zugespielt – also, welches Format geplant ist, wie viele Teilnehmende, welche Bestuhlung gewünscht ist und vieles mehr. Und ich spiele dann eine individuelle Empfehlung an den Kunden zurück: Locations, Hotels, Rahmenprogramme, lokale Give-aways – alles, was für das Event wichtig ist, erhalten meine Gesprächspartner umgehend per Mail. Dieses PDF können sie dann direkt zur Präsentation im eigenen Unternehmen nutzen. Unkomplizierter geht’s wirklich nicht. Wünscht der Kunde dann ein konkretes Angebot von der ausgewählten Location, kümmere ich mich im nächsten Step gerne darum.

Neu zu meiner Stelle gehört, dass Kunden bei mir direkt Hotelkontingente abfragen und buchen können. Wer beispielsweise eine Veranstaltung mit 400 Personen plant, braucht nur bei mir anzurufen und ich checke, welche Hotels am besten passen und die entsprechende Anzahl an Zimmern zur Verfügung haben. Früher gehörte dies zum Tourismusbereich – jetzt haben wir den Service speziell für Geschäftsreisende erweitert.

Worauf achtest du bei diesem Zusammenspiel besonders?

Mir liegt es am Herzen, nur die Hotels oder Locations zu empfehlen, die genau zu den Wünschen und Anforderungen des Kunden passen. Denn nichts ist schlimmer als eine Empfehlung zu erhalten, bei der sich später herausstellt, dass die geforderte Personenanzahl überhaupt nicht in die Location reinpasst. Es ist mein Anspruch, den Kunden einen Mehrwehrt zu bieten. Und deshalb statte ich seit meinem Jobstart allen Locations und Hotels in Kassel einen persönlichen Besuch ab. Nur so kann ich auf jede Anfrage mit einer perfekten Empfehlung reagieren. Wenn Kunden hinterher erzählen, dass alles super gelaufen ist und die Gäste sich rundum wohl gefühlt haben, ist das eine wunderbare Bestätigung für mich.

Planst du auch neue Projekte?

Ja, und zwar geht es um Rahmenprogramme: Aktuell schnüre ich Pakete für Kunden, die dann je nach Teilnehmergröße das passende Angebote für Rahmenprogramme von mir erhalten. Damit kann ich Veranstaltungsplaner*innen die Arbeit noch mehr erleichtern.  

An deiner Vita ist interessant, dass du sowohl die Sicht der Veranstaltungsplanung als auch die einer Location kennst. Erzähl mal, warum dieses Doppel deine Stärke ist!

Genau, ich habe zuerst eine Ausbildung zur Tourismuskauffrau bei TUI Deutschland gemacht. Danach habe ich ein duales BWL-Studium mit dem Schwerpunkt Messe-, Kongress und Eventmanagement absolviert. Praxispartner war ein großes Kongresshaus in Wiesbaden, bei dem ich anschließend noch zwei Jahre tätig war. Es ist für unsere Kunden ein Vorteil, dass ich einerseits mit der Veranstaltungsplanung vertraut bin, aber auf der anderen Seite auch weiß, welche Informationen ich vom Kunden benötige, damit die Location oder das Hotel ein passendes Angebot abgeben kann. Zu diesem Doppel kommt noch die lokale Expertise, mit der ich unsere Kunden individuell beraten kann.

Wieso schlägt dein Herz für die Eventbranche?

Das ist wieder so eine Gemeinsamkeit von Tennis und MICE: Beides ist seit meiner frühen Kindheit wichtig für mich. Meine Eltern haben eine Veranstaltungsagentur. Von zu Hause aus haben sie Tagungen und Kongresse für Gewerkschaften organisiert – und ich war mittendrin. Mein Kinderschreibtisch stand neben dem meiner Mama, ich kannte alle Kundennamen und habe die Telefonate im Spiel nachgeahmt. Auf Kongressen in ganz Deutschland durfte ich dabei sein. Ich bin da buchstäblich reingewachsen! Und dem Tennis bin ich auch treu geblieben: Ich spiele, seit ich acht bin und trainiere heute in meiner Freizeit Kindergruppen. Es ist mir wichtig, mein Know-how weiterzugeben. Deshalb habe ich auch beruflich den Ausbilderschein erworben, sodass ich in Zukunft auch Auszubildende im Kassel Convention Bureau in ihr Berufsleben in der MICE-Branche begleiten darf.   

Deine Kolleg*innen im Kassel Convention Bureau sind Anke Müller und Michael Kellner. Worauf müssen sich die beiden in der Mittagspause bei dir gefasst machen?

Auf kulinarische Attacken! Ich liebe es zu kochen. Zum ersten Arbeitstag habe ich einen herbstlichen Apfelkuchen mitgebracht. Und kurz darauf, an meinem Geburtstag, gab‘s herzhafte Lachs- und Spinatröllchen mit selbst gemachten Dips. Mega lecker, ich habe darauf bestanden, dass alle probieren, und der erste Kommentar meiner neuen Kollegen war: ‚Daran könnten wir uns gewöhnen!‘  

Zusammen mit Michael kümmerst du dich auch um das Thema Nachhaltigkeit. Was ist dir dabei wichtig?

Ich hoffe sehr, dass das Thema Nachhaltigkeit irgendwann zur Normalität wird und nicht mehr als etwas Besonderes gilt. Denn nur, wenn wir alle daran arbeiten und einen Beitrag leisten, können wir der Welt etwas zurückgeben. In Kassel gibt es viele Leistungsträger, die gute Lösungen für nachhaltige Events ermöglichen. Im Privaten versuche ich mich an das das Prinzip ‚vermeiden, reduzieren und kompensieren‘ zu halten. Doch manchmal komme ich an meine Grenzen – gerade bei meinem zweiten großen Hobby, dem Reisen.

Du bist gebürtig aus der Domstadt Fritzlar nahe Kassel. Wenn du in Kassel unterwegs bist, wo findet man dich am ehesten?  

Ich liebe es, in Stadtvierteln mit alten Villen herumzuschlendern, zum Beispiel im Vorderen Westen oder am Brasselsberg. Auch auf der Friedrich-Ebert-Straße stöbere ich gern in den kleinen Lädchen oder sitze ich einem Café und genieße es, den Alltag anderer zu beobachten. Ehrlich gesagt, hat mich Kassels Vielfalt echt überrascht: Natur, Kunst, Kultur, Subkultur – alles dabei. Und es gibt so tolle Locations, wie beispielsweise EPIC fields oder die NEUE DENKEREI, deren Kreativräume mich total begeistern. Perfekt, um bei kleinen Tagungen und Meetings kreative Prozesse zu entfachen.

Hast du ein Motto, das dich positiv antreibt?

Ja, es begleitet mich schon lange und ich möchte es gerne mit den Leser*innen teilen: „Das Leben ist kurz, brich die Regeln, vergib schnell, liebe wahrhaftig, lach unkontrolliert und bereue nichts, was dir ein Lächeln geschenkt hat.“ (Mark Twain)

Und kannst du abschließend noch einen Tipp für Geschäftsreisende geben, die während ihres Aufenthalts in Kassel gern ein paar Bälle schlagen würden?

Für ein entspanntes Tennismatch nach Feierabend kann ich die Tennishalle in Kaufungen empfehlen. Da kann man sich auch Schläger und Bälle ausleihen. Auch der Platz in Bad Wilhelmshöhe ist mega schön und die Platzmiete ist auch für Nicht-Mitglieder total günstig. Hier muss man aber sein eigenes Equipment mitbringen.

Danke an Michelle, dass du uns einen Einblick in deine Arbeit und dein Leben gegeben hast. Wir wünschen dir einen guten Start im Kassel Convention Bureau!