16.02.2026
Erlebnis statt Agenda: Die Kassel Event Experience 2026 zeigt, wie MICE heute geht
Wer Events plant, sollte sie nicht nur strukturieren – sondern auch spüren. Genau das hat die Kassel Event Experience 2026 am 11. Februar 2026 in Kassel bewiesen: Rund 120 Veranstaltungsplanerinnen und Veranstaltungsplaner aus Unternehmen, Agenturen, Verbänden und Vereinen folgten der Einladung in die UK14 und erlebten ein Branchenevent, das bewusst mit klassischen Messe- und Kongressformaten brach.
Gemeinsam mit Partnern aus der Kasseler Eventbranche setzte das Kassel Convention Bureau konsequent auf das Leitmotiv „Community + Content + Celebration“. Im Mittelpunkt standen nicht Messestände oder Frontalbeschallung, sondern unkonventionelle Begegnungen, gemeinsames Erleben und neue Perspektiven auf die Herausforderungen der MICE-Branche.
Keynote-Highlight: Human Connection zwischen KI und Effizienz-Hype
Ein inhaltlicher Höhepunkt wartete gleich zu Beginn: Sabine Mayer (Treibhaus, Düsseldorf) sprach in ihrer Keynote „Human Connection – Begegnungskultur zwischen KI, Automation und Effizienz-Hype“ darüber, warum echte Verbindung, Emotion und menschliches Erleben gerade in Zeiten von KI und Automatisierung unverzichtbar bleiben.
Besonders innovativ: Mayer bezog alle Teilnehmenden aktiv ein und stellte live das Tool Take-AW.ai vor. Über Spracheingaben entstanden ungefilterte, ehrliche und emotionale Beiträge, die nicht nur Inhalte sichtbar machten, sondern Verbundenheit im Raum spürbar werden ließen.
Micro Adventures: Kassel wird zum Spielfeld für Eventideen
Statt Vortragsreihen ging es anschließend in kleinen Gruppen zu Micro Adventures an außergewöhnliche Orte – unter anderem zu machbar, Treppe 4, der Brüderkirche, Neue Denkerei und Neo Hub. Dort erlebten die Teilnehmenden praxisnahe Formate, die sich direkt auf eigene Veranstaltungen übertragen lassen.
- Anne Schreiber zeigte bei einer energiegeladenen „Mad Tea Party“, wie Gruppen in kurzer Zeit spielerisch in Austausch kommen.
- Svenja Beyer setzte im LEGO® SERIOUS PLAY® Workshop kreative Prozesse in Gang und baute buchstäblich Brücken zwischen den Gästen.
- Julia Heimeier diskutierte im Kreativ-Talk am Bällebad, warum Events ohne Share-Momente unsichtbar bleiben – und entwickelte gemeinsam mit den Teilnehmenden direkt vor Ort „instagramm-able“ und „LinkedIn-taugliche“ Erlebnisse.
- Salva Plantera brachte mit Life Kinetik frischen Wind in den Ablauf: aktivierende Übungen, die Aufmerksamkeit, Stimmung und Kreativität spürbar steigern.
- Sascha Gundlach nahm die Angst vor KI und zeigte, wie der Einstieg gelingt, wenn Neugier, Emotion und Nutzen im Mittelpunkt stehen – nicht die Technik.
„Mit der Kassel Event Experience haben wir ein Format geschaffen, das emotional berührt, inspiriert und die Event-Community nachhaltig verbindet“, resümierte Oliver Höppner, Geschäftsführer der Kassel Marketing GmbH. Auch Anke Müller, Leiterin des Kassel Convention Network, zog ein positives Fazit: Kassels Veranstaltungsbranche habe erneut gezeigt, wie innovativ, nahbar und erlebnisorientiert ein moderner Tagungsstandort auftreten könne.
Bildunterschrift von links: Oliver Höppner, Geschäftsführer der Kassel Marketing GmbH, Anke Müller, Leiterin des Kassel Convention Network, Sabine Mayer treibhaus Düsseldorf, Dr. Norbert Wett, Tourismusdezernent und Aufsichtsratsvorsitzender der Kassel Marketing GmbH
Locationtour am Folgetag: Kassels Vielfalt live entdecken
Viele Gäste nutzten am Folgetag die optionale Locationtour, um weitere Veranstaltungsorte wie den Messinghof, Filmpalast Kassel, Hotel Gude, Probonio Arena, Voyage, Sudhaus, machbar.home und das Ständehaus kennenzulernen und Kassels Vielfalt als Tagungs- und Eventstandort neu zu entdecken.
Mit der erfolgreichen Premiere ergänzt die Kassel Event Experience die etablierte Kassel Event Expo um ein emotionales, dialogorientiertes Format, das künftig alle zwei Jahre im Wechsel stattfindet. Damit setzt Kassel ein klares Zeichen: Erlebnis schlägt Agenda und genau so fühlt sich moderne MICE-Community an.
Weitere Impressionen
© Kassel Marketing GmbH | Fotograf: Sascha Mannel